Entscheidungen treffen:
Je mehr Konsequenzen/Folgen eine Entscheidung mit sich bringt, die man zu treffen hat, desto schwieriger wird sie.
Die größte Angst des Menschen liegt darin, eine getroffene Entscheidung zu bereuen. Aus diesem Grund dauert es oft sehr lange, bis eine Entscheidung getroffen werden kann. Des Weiteren befinden sich Menschen während ihrer Unentschiedenheit in einem Zwiespalt zwischen Gefühl und Verstand oder zwischen Engel und Teufel.
Steht man vor einer Entscheidung, muss man sich überlegen, welche Folgen oder Konsequenzen diese Entscheidung mit sich bringen können und ob man bereit ist, diese zu tragen.
Jeder Mensch, der älter ist als 25 Jahre, hat wahrscheinlich schon einmal darüber nachgedacht, was in seinem Leben anders gelaufen wäre, hätte man eine Entscheidung anders getroffen. Wir können die Zeit zwar nicht mehr zurückdrehen, wissen aber oft, dass eine andere Entscheidung den Lebensweg erheblich beeinflusst hätte, positiv oder negativ.
Oft hört man auch, dass jemand eine Entscheidung anders getroffen hätte, wenn man mit den Folgen in dem Ausmaß gerechnet hätte. Doch es ist gut, nicht immer zu wissen, welche Folgen unsere Entscheidungen haben. In Wahrheit können wir die Folgen niemals allumfassend kennen. Oft genug hält uns die Tatsache, zu glauben, dass wir die Folgen kennen davon ab, eine Entscheidung zu treffen.
Für die Skeptiker:
„Die Folgen kann man niemals allumfassend kennen“.
Sollten Sie sich entscheiden, sich das Leben zu nehmen, ist die Folge Ihres Handelns klar: Sie werden sterben - sollte „Ihr Plan“ funktionieren.
Die Folgen, die Ihr Tot zum Beispiel in der Verwandtschaft haben könnte, können Sie nicht kennen. Gott sei Dank hält der Gedanke an die Folgen so einer gravierenden Entscheidung Menschen oft davon ab, diesen Weg zu gehen.
Positive Folgen:
Muss ein Mensch eine schwerwiegende Entscheidung treffen, kann er sich selten positive Folgen vorstellen. Es ist jedoch enorm wichtig, die Entscheidung von positiven und von negativen Folgen abhängig zu machen. Doch auch die positiven Folgen können Sie sich nur ungefähr ausmalen. Blicken Sie ein paar Jahre zurück, wird Ihnen schnell klar, dass auch Sie Entscheidungen in Ihrem Leben getroffen haben, deren Folgen Sie in vollem Umfang niemals vor Treffen der Entscheidung erahnt hätten.
Fertigen Sie eine Liste mit wahrscheinlich positiven und negativen Folgen Ihrer Entscheidung. Wägen Sie dann ab, wie Sie Ihre Entscheidung treffen wollen, das dürfte Ihnen leichter fallen, sollten Ihnen auch positive Folgen Ihrer Entscheidung bewusst werden. Was Sie nämlich nicht wissen können ist, ob Ihre Entscheidung letztlich sogar mehr positive als negative Folgen hat, das können Sie oft erst nach Jahren erkennen.
Es hat keinen Sinn, einen Entscheidung ewig hinaus zu schieben, dennoch will sie gut überlegt sein. Jede Entscheidung, die Sie in Ihrem Leben treffen werden, haben Folgen. Seien Sie mutig und erklären Sie sich bereit, die Konsequenzen Ihrer Entscheidung in vollem Umfang (mit) zu tragen (oft ist man nicht alleine von den Folgen einer Entscheidung betroffen).
Und dann lassen Sie sich überraschen, ob auch nur eine der von Ihnen befürchteten Folgen überhaupt eintritt.
Sollte keine der befürchteten Folgen eintreten, werden Sie bemerken, dass es nicht unbedingt nötig ist, sich auch nur eine Folge auszumalen und Ihre Entscheidungen anhand der wahrscheinlichen Folgen zu treffen. Einfach nur, weil Sie schlichtweg NIEMALS in vollem Umfange/Ausmaß die Folgen einer Entscheidung wissen können. Hat es bei Ihnen jetzt auch „Klick“ gemacht?
Im Grunde ist es gleichgültig, WELCHE Entscheidung Sie treffen, weil jede Entscheidung Folgen hat.
Das Einzige, was Sie sich überlegen müssen, welche wahrscheinlichen Folgen Sie wahrscheinlich am ehesten tragen können.
Haben Sie es gelesen? Auch das ist nur „wahrscheinlich“ und nicht vorhersagbar.
Wie oft wurden wir überrascht in unserem Leben und unsere Vorahnungen trafen nicht ein? Es geht also gar nicht so sehr um die Folgen an sich, sondern um unsere Kraft mit den Folgen zu leben.
Abstraktes Beispiel:
„Welche Wahrheit ist wahr?“
Ari möchte sich von Bernd trennen.
A ist davon überzeugt, dass B die Entscheidung nicht verkraften kann und hat Angst, dass B dann depressiv wird oder sich gar das Leben nimmt.
Aus Angst vor der Reaktion von B, teilt A ihm die Entscheidung nicht mit.
Eines Tages teilt A dann ihre Entscheidung doch dem B mit.
B reagiert völlig unerwartet, denn er hat sich aus gleichen Gründen nicht getraut, A zu sagen, dass B sich auch trennen möchte.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass B genauso reagiert, wie von A erwartet. A wird dann für den Rest ihres Lebens davon überzeugt sein, dass sie die Folgen ihrer Entscheidung kennt und immer wieder Angst haben, diese Folgen zu tragen. In Wahrheit wird man immer wieder überrascht werden, da man die Folgen im ganzen Ausmaß eben nicht kennen kann. Vielleicht ist –in dem Beispiel- die Trennung das Beste für beide und man sie fragen sich, warum sie die Entscheidung so lange vor sich hin geschoben haben.
Sie können sich eventuell die Folgen einer Entscheidung ausmalen. Sobald Sie sich aber die Folgen der Folgen auszumalen versuchen, ist Ihrer Kreativität keine Grenze gesetzt.
Denken Sie daran: Die Folgen einer von Ihnen getroffenen Entscheidung haben auch wieder Folgen.
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